encounters with southeast asian modernism

Erkundung von Geschichte und Gegenwart der Moderne in ausgewählten Städten Südostasiens.

Jakarta, Phnom Penh, Singapur und Yangon

In vielen Ländern Südostasiens begann Mitte des letzten Jahrhunderts eine neue Zeitrechnung. Frankreich, Großbritannien oder die Niederlande entließen ihre Kolonien und Protektorate in die Unabhängigkeit. Die jungen Staaten standen vor der Aufgabe, sich als Nationen zu konstituieren und eine eigene Identität im internationalen Kontext zu definieren. Mit der Unabhängigkeit einher ging meist der Wunsch nach einem symbolträchtigen Neubeginn auch in Architektur und Städtebau. Eine zeitgenössische Form, in der sich die Erwartungen an Fortschritt und Wohlstand spiegelten und die gleichzeitig dazu diente, sich von den ehemaligen Kolonialherren zu emanzipieren, versprach vielen Ländern die Architektursprache der internationalen Moderne. Vor Ort entstanden lokale Modernen, die Gestaltungsideen einer universellen Moderne mit dem Wissen um die klimatischen Herausforderungen des Bauens in den Tropen und kulturellen Spezifika verbanden.

Das von Sally Below, Moritz Henning, Christian Hiller und Eduard Kögel initiierte Projekt Encounters with Southeast Asian Modernism beleuchtet im Kontext des Bauhausjahres 2019 Geschichte, Bedeutung und Zukunft der südostasiatischen Moderne mit internationalen Partnern in vier ausgewählten Städten – Jakarta, Phnom Penh, Singapur und Yangon.

SEAM Spaces – South East Asian Modernism Spaces – bilden das Herzstück des Projekts. Sie sind offene Räume, in denen gearbeitet wird, die aber auch der Vorstellung von Ideen, Materialsammlungen und der Diskussion dienen. Eine reisende Ausstellung bringt Beiträge aus den vier Ländern zusammen und bildet den Rahmen für die SEAM Spaces.

Eine Web-Plattform und ein Symposium in Berlin im August 2019 machen die Arbeit international und in Deutschland sichtbar.

 

Encounters with Southeast Asian Modernism ist ein Projekt der Kuratoren Sally Below, Moritz Henning, Christian Hiller und Eduard Kögel in Kooperation mit stadtkultur international ev. Das Projekt wird aus Mitteln des Auswärtigen Amtes im Rahmen des Bauhausjahres 2019 gefördert. sbca ist Zuwendungsempfänger.

Initiativprojekt
Leistungen: Konzeptentwicklung im kuratorischen Team, Gesamtleitung und Projektmanagement, Kommunikation

Abbildung: Yangon, Buddhist Library, Grafik: Alexander Lech